Presse

30.04.2019

Wachstumstrend Gründach

Wachstumstrend Gründach

Mehr Lebens-, Umwelt- und Klimaqualität für unsere Städte

In einer Lieblingsfarbe sind sich Städteplaner, Architekten und Klimaschützer ebenso einig wie die Menschen, Bienen und Vögel, die in der Stadt leben: Grün ist angesagt. Weil jedoch der Platz für Parks und Gärten begrenzt ist, rücken immer mehr die Flächen ins Blickfeld, die es hier überreichlich gibt: Dächer und Fassaden.
Stadtbegrünung an und auf Gebäuden ist ein Trend, auf den immer mehr Bauherren und Architekten aufspringen. Und das ist auch gut so.

Patentrezept gegen Wetterextreme

Verdichtete Ballungsräume mit weiträumig verbauten, versiegelten Flächen sind besonders betroffen von den extremen Wetterphänomenen, auf die wir uns im Klimawandel zunehmend einstellen müssen. Der letzte Jahrhundertsommer hat es eindrucksvoll gezeigt: Dauerhitze macht aus Innenstädten Backöfen. Starkregen kann nicht schnell genug abfließen und führt zu Überflutungen.
Begrünte Gebäude wirken auf vielfältige Weise gegen diese Effekte und verbessern zudem das Wohn- und Arbeitsumfeld für alle Stadtbewohner spürbar und messbar.

Grün macht Städte lebenswerter

Gründächer speichern bis zu 80 Prozent der Niederschläge und geben das Wasser erst nach und nach wieder ab. So entlasten sie die Kanalisation, was viele Kommunen übrigens mit reduzierten Abwassergebühren honorieren.
Zugleich wird durch die verdunstende Feuchtigkeit das Gebäude und die Umgebung abgekühlt. Die Pflanzschichten sorgen auch für besseren Schallschutz und elektromagnetische Abschirmung, filtern Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft. Wohn- und Gewerbegebäude, Einkaufszentren, Bürokomplexe und Parkhäuser werden so zur grünen Lunge der Stadt.

Überzeugend in der Kosten-Nutzen-Bilanz

Höheren Installationskosten für das Gründach stehen dabei beträchtliche Kosteneinsparungen gegenüber: So reduziert die natürliche Wärmedämmung im Winter und Klimatisierung im Sommer den Energieverbrauch deutlich. Die Gebäudeabdichtung wird zusätzlich geschützt und deren Lebensdauer erhöht. In Kombination mit Solaranlagen steigert der kühlende Effekt der Bepflanzung den Wirkungsgrad.

Es lebe das Biotop auf dem Dach

Mit den Grünflächen wächst die urbane Attraktivität mit. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden wieder neue Lebensgrundlagen. Und die Menschen können ihre Sehnsucht nach Natur mitten in der City ausleben.
Grillen oder Chillen zwischen Heckenrosen und Schmetterlingen, Imkern oder Himbeeren ernten in der Urban Farm, angeregtes Teammeeting oder erfrischende Pause in der Rooftop-Oase des Shopping-Centers – das grüne Dach erweitertet und bereichert unseren persönlichen Lebensraum.

Grün inspiriert

Nicht zuletzt bietet die Bepflanzung vielfältige optische Gestaltungsmöglichkeiten, die nicht nur einzelne Gebäude, sondern das Bild ganzer Stadtviertel aufwerten. Grün ist eine lebendige, kraftvolle und anregende Farbe. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Architekten in der ganzen Welt davon zu faszinierenden neuen Entwürfen inspirieren lassen.

Kurze Historie
Die City als Gartenstadt:
Eine kurze Geschichte der Gebäudebegrünung

Bepflanzte Dächer gibt es seit der Antike, die Römer schätzten ihre Vorteile ebenso wie die Bewohner nördlicherer Klimazonen. Mit dem Aufkommen des Flachdaches zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden sie von Architekten wie Walter Gropius und Le Corbusier für moderne Gebäude wieder entdeckt.

Seit den 1970er-Jahren, im Zuge der Umweltbewegung und befördert durch die Entwicklung neuer Produkte zur Gebäudeabdichtung wie EPDM, findet das Gründach größere Verbreitung.

"Der Dachgarten wird zum bevorzugten Aufenthaltsort des Hauses und bedeutet den Wiedergewinn der ganzen bebauten Fläche", weissagte Le Corbusier schon 1923. Heute ist diese Vision bereits vielfach gelebte – und geliebte – Realität.

Fördermittel
Wachstumsfördernde Maßnahmen für die Gebäudebegrünung

Auch die Politik hat die Bedeutung städtischer Grünflächen für die Lebensqualität und Gesundheit unserer Gesellschaft erkannt. Viele Kommunen fördern deshalb die Gebäudebegrünung bei Neubauten und Sanierungen.

Oft wird die Begrünung heute bereits in der Bebauungsplanung festgeschrieben. Zusätzlich sollen finanzielle Anreize das freiwillige Engagement von Bauherren und Investoren unterstützen. Das Spektrum reicht von direkten Zuschüssen über Nachlässe bei den Abwassergebühren bis hin zu günstigen Finanzierungskrediten.

Bundesweit können darüber hinaus KfW-Programme zur Förderung energetischer, klima- und umweltfreundlicher Baumaßnahmen für die Gründächer und -fassaden in Anspruch genommen werden.

Mit welchen öffentlichen Fördermitteln Sie rechnen können, erfahren Sie im nachfolgendem Abschnitt "Ausführliche Information zum Thema Förderung".

Ausführliche Information zum Thema Förderung
Grüne Welle für blühende Investitionen –
Mit welchen öffentlichen Fördermitteln Sie bei der Gebäudebegrünung rechnen können


Grüne Oasen in der Stadt sind eine lohnende Investition – nicht nur das Stadtklima und unser aller Lebensqualität profitieren davon. Auch wirtschaftlich gesehen bieten sie interessante Vorteile für wertsteigernde Bau- und Sanierungsvorhaben, zumal die Investition durch öffentliche Förderungen unterstützt wird.

Kommunale Förderung

Die Förderung begrünter Dach- und Fassadenflächen obliegt als Bestandteil des Baurechts den Kommunen. Deshalb gibt es in Deutschland es eine Vielzahl unterschiedlicher Fördermaßnahmen in lokaler Regie.

Bundesweite KfW-Programme

Weitere Möglichkeiten bieten bundesweit aufgelegte KfW-Programme zur Förderung von energetischen Maßnahmen, CO2-Reduktion und Solarstromerzeugung.

Förderinstrumente

Die Förderung für die Schaffung von Grünflächen an und auf Gebäuden basiert auf drei Säulen:
1. direkte finanzielle Zuschüsse
2. indirekte Kostenersparnisse bei den Niederschlagswassergebühren
3. zinsgünstige Kredite

Förderzuschüsse und -kredite

Finanzielle Fördermittel werden meist anteilig je nach begrünter Fläche oder Installationskosten gewährt. In manchen Fällen sind sie aber auch an besondere Bedingungen geknüpft, wie z.B. dass die Begrünung eine freiwillige Leistung ist oder mit einer Solaranlage kombiniert wird.

Gebühren für Niederschlagswasser

In den meisten Kommunen in Deutschland werden die Gebühren für Niederschlagswasser im Abwasser gesondert vom Schmutzwasser erhoben. Berechnungsgrundlage ist die bebaute bzw. befestigte Grundstücksfläche. Denn versiegelte Flächen belasten mit der anfallenden Niederschlagswassermenge die städtischen Kanalsysteme und Kläranlagen.
Begrünte Dachflächen können einen Großteil der Niederschläge aufnehmen, deshalb werden sie als Entsiegelungsmaßnahmen anerkannt. Die Gebühren fallen dementsprechend niedriger aus.
Angesichts seit Jahren steigender Abwassergebühren in Deutschland sind diese Einsparungen besonders wertvoll. Nach Expertenberechnungen können sie über die Lebensdauer eines Gründachs insgesamt höher ausfallen als die Installationskosten, die investiert werden mussten.

Informieren lohnt sich

Wer Förderung in Anspruch nehmen möchte, sollte sich zunächst beim örtlichen Stadtplanungs- oder Umweltamt erkundigen.
Informationen zu den KfW-Programmen finden Sie unter www.kfw.de
Beratung und weiterführende Informationen bietet u.a. der Bundesverband GebäudeGrün e.V. www.gebaeudegruen.info

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