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08.06.2020

GREEN BUILDING – NACHHALTIGES BAUEN UND LEBENSQUALITÄT

GREEN BUILDING – NACHHALTIGES BAUEN UND LEBENSQUALITÄT

Bei einem Neubauvorhaben oder einer Revitalisierungsmaßnahme für bestehende Gebäude spricht man von „Green Building“, wenn alle Schritte von der Planungsphase bis zur Fertigstellung dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entsprechen. Diese „Grünen Gebäude“ sind besonders ressourceneffizient in den Bereichen Energie, Wasser und Material und tragen somit dazu bei, schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zu reduzieren. Weiterhin soll sichergestellt sein, dass eine besonders lange Nutzungs- und Lebensdauer der Gebäude zu ökonomischen Vorteilen führt, Betriebskosten reduziert und weniger Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten zur Folge hat.

Der klassische „Dreiklang“ aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem bildet die Basis für ein nachhaltiges Bauen und Wirtschaften. Mit dem Einsatz von besonders hochwertigen Materialien und innovativen Techniken entstehen Gebäude, die über den gesamten Lebenszyklus zu Einsparungen im Energie- und Wasserverbrauch führen, die Umweltbelastungen reduzieren und die Lebensqualität erhöhen. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass allein in Europa 40 % des Energieverbrauchs durch Gebäude verursacht werden. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben dieses gewaltige Potenzial erkannt und in den letzten Jahrzehnten ihre Anstrengungen erhöht, den Nachhaltigkeitsgedanken zu einem integralen Bestandteil ihrer Überlegungen und Aktivitäten zu machen. Nach einer vorsichtigen Schätzung liegt das Verhältnis von „Green Building“ zu herkömmlichen Bauvorhaben im Gewerbeimmobilienbereich bei 20:80 (Studie der Bank Paribas), mit einer wachsenden Dynamik seit den letzten zehn Jahren.

EPDM: das nachhaltigste Material für Dachabdichtungen

Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk (EPDM) wird seit den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts für Gebäudeabdichtungen von Dächern verwendet und gilt aktuell als umwelt- und klimafreundlichster und damit auch nachhaltigster Baustoff, der an einem Gebäude eingesetzt werden kann. Die nachgewiesene Lebensdauer von deutlich über 50 Jahren sowie die umweltfreundliche Herstellung, Verarbeitung (ohne offene Flamme!) und Nutzung machen EPDM zu einem der weltweit attraktivsten Materialien, die bei einem Gebäude zur Dachabdichtung verwendet werden können. Mit einem zunehmenden Trend zum Flachdach und auch zu Gründächern gewinnt EPDM auch in Deutschland weiter an Bedeutung: 86 % der Architekten und Planer einer aktuellen Studie (2018) halten EPDM für „sehr wichtig“ und „wichtig“. In den USA gehört EPDM schon seit Langem zu den am häufigsten verwendeten Dichtungsmaterialien für Dach und Fassade. Das erste mit EPDM versiegelte Gebäudedach in Europa von 1968 ist immer noch im Einsatz – ohne Erneuerung.

Der Schutz unserer Umwelt geht uns alle an

Nachhaltiges Bauen und die Verwendung von besonders umweltfreundlichen Produkten und Materialien erfordern ein hohes Maß an ökologischem Wissen sowie die Ausnutzung der neuesten technischen Möglichkeiten für Energieeinsparungen oder sogar zusätzlicher Energiegewinnung. Photovoltaikanlagen zur Nutzung von Sonnenlicht als erneuerbarer Energiequelle und auch begrünte Dachflächen für eine Reduzierung von Regenabfluss sind eine Möglichkeit, das Gebäude sehr effizient zu betreiben und die Umwelt zu schützen. Die Verwendung von hochwertigen und auch „grünen“ Baumaterialien gehört typischerweise ebenfalls zu den Kriterien eines „Green Building“-Bauvorhabens. Wissenschaft und Wirtschaft sind mittlerweile auf einem so hohen Niveau von technischem Know-how angelangt, dass sämtliche für einen geplanten Neubau oder auch Umbau verwendeten Baustoffe und Materialien in „nachhaltiger“ Qualität einsetzbar sind.

Besonders nachhaltige Baustoffe sind: nachwachsende Pflanzenmaterialien wie Bambus und Stroh, Holz aus umweltverträglich bewirtschafteten Forsten, Natursteine sowie bereits recycelte Metalle und Produkte wie zum Beispiel EPDM-Dachabdichtungen, Ton, Linoleum, Holzfaserplatten, Schafwolle, Vermiculit, Leinen und Kork, die ungiftig und wiederverwendbar sind. Zudem sollten die Baumaterialien aus der lokalen Umgebung gewonnen werden, um die Transportkosten und die entstehenden Logistikprozesse zu minimieren.

Hinzu kommen bei einer „grünen“ Architektur Designaspekte und ästhetische Gesichtspunkte bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben. Das Gebäude sollte mit seiner Umgebung eine besonders harmonische Beziehung eingehen oder im besten Fall eine Einheit bilden. Für die Nutzer und Besucher soll das Gebäude im täglichen Umgang und Umfeld eine erfahrbare Nutzungsfreundlichkeit und Funktionalität zusammen mit einer spürbaren Verbesserung an Lebensqualität bieten.

Zahlen, die überzeugen

Qualitativ hochwertige Gebäude mit nachhaltigen Baumaterialien und einer nachhaltigen Umsetzung sind nicht teurer als herkömmliche Bauvorhaben! Die Meinung, dass eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Bauweise die finanziellen Möglichkeiten und Budgetvorgaben übersteigen würde, ist ein weit verbreiteter Irrglaube und einer sehr bedauerlichen Kurzsichtigkeit (vielleicht auch Unkenntnis) geschuldet. Wer am Anfang etwas mehr Geld für nachhaltiges Bauen oder Sanierungsarbeiten in die Hand nimmt, spart bei der Strecke und über den gesamten Lebenszyklus. Die Betriebskosten fallen bei „Green Buildings“ erheblich niedriger aus, Folgeschäden durch minderwertige Roh- und Baustoffe werden vermieden, teure Sanierungsarbeiten gespart und Förderungen von Bund und Ländern unterstützen nachhaltige Bauvorhaben sehr großzügig. Attraktive Quartiere mit einer hohen Lebensqualität sorgen zudem für entsprechend höhere Mietzinsen. Zudem liegen die Marktpreise für nachhaltige und „grüne“ Gebäude deutlich über jenen von anderen Wettbewerbern mit herkömmlichen Bestandsimmobilien. Der Mehrwert eines „grünen Gebäudes“ zeigt sich auch bei der Wertsteigerung von 7 %. Ein wichtiger Faktor ist im Übrigen die Gesundheit von Personal und Gebäudenutzern: Bei einem schadstofffreien und klimafreundlichen Gebäude sinkt der Krankheitsstand von Belegschaft und Mitarbeitern signifikant.

Auf dem richtigen Weg: das Energieeinsparungsgesetz

Umweltverbände, Politik und Gesetzgeber haben den zusätzlichen Nutzen und das Einsparpotenzial von Energie sowie die Wichtigkeit der Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei Gebäuden und bebauten Flächen richtig erkannt und 2002 im Energieeinsparungsgesetz (EnEG) formuliert. Gesetzlich wurden bautechnische Standards und Anforderungen an den Betriebsenergiebedarf eines Hauses entwickelt. Das EnEG wurde als Wirtschaftsverwaltungsgesetz mehrmals aktualisiert und in Verordnungen gefasst, die das Bau- und Umweltrecht betreffen.

Somit entscheiden sich Bauherren und Eigentümer ganz bewusst, ihre Immobilien mit besonderen Materialien für Dach und Wände, Fenster und Türen sowie Dämmungen und Abdichtungen zu veredeln und entsprechend energiesparender zu werden. In einem weiteren Schritt wächst vielleicht auch das Bewusstsein, mit bestimmten Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel einer Flachdachbegrünung vom Staat eine besondere Förderung als Anreiz zu erhalten und dadurch noch mehr für den Umweltschutz beizutragen.

Bei Gründächern werden besonders langlebige und sehr robuste Abdichtungsmaterialien gebraucht – ein guter Grund, sich für EPDM-Produkte zu entscheiden! EPDM-Dachabdichtungen halten, was sie versprechen: geringeren Arbeitsaufwand und Kosten beim Aufbau sowie sehr hohen Brandschutz für das Dach.

Verantwortungsvolles Handeln für Mensch und Umwelt

Endliche Ressourcen und die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels gehören zu den großen weltweiten Herausforderungen; ihre Bewältigung ist die Voraussetzung dafür, dass uns und kommenden Generationen eine intakte und lebenswerte Umwelt bewahrt und garantiert werden kann. In vielen Bereichen ist man sich dieser Herausforderungen bewusst geworden, was zu einem aktiven Umdenken geführt hat. Eine Institution, die diese Gedanken für das Bauwesen aufgreift, ist die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart. Sie wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, nachhaltiges Bauen noch stärker zu fördern, und hat aktuell mehr als 1.200 Mitgliedsorganisationen in der Bau- und Immobilienwirtschaft in der ganzen Welt. Die DGNB unterstützt Bauherren, Planer, Architekten und Kommunen bei allen Aspekten von „Green Building“-Projekten und qualifiziert diese mit einem Zertifizierungssystem (Gütesiegel) sowie Auszeichnungen in den Kategorien Platin, Gold, Silber und Bronze.

Ein besonders attraktives Beispiel eines modernen „Green Buildings“ in Baden-Württemberg ist das Rathaus in Freiburg – ein „Plus-Energie-Haus“!

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